Neuseeland 2017

Ninety Mile Beach

Tapotupotu Bay – Kauri Coast

Bevor wir die Halbinsel zurück „in die Zivilisation“ fuhren besuchten wir das Cape Reinga. Ein Ort, der von den Maori als heilig angesehen wird. Nach ihrem Glauben gleiten die Seelen der Verstorbenen am Zusammenfluß von Pazifischem Ozean und Tasmanischer See ins Meer und treten ihre Reise in die spirituelle Heimat an. Das kann man sich gut vorstellen, dieser Naturgewaltige Ort hat etwas Endliches.

Entlang der gesamten Halbinsel Aupouri verläuft an der Westküste der Ninety Miles Beach. Eigentlich müsste es „Ninety Kilometre Beach“ heißen – er ist knapp 90 Kilometer lang und nicht 90 Miles. Eine amüsante Besonderheit ist, dass der Strand Teil des öffentlichen Fernstraßennetzes ist, an den Zufahrten wird auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h hingewiesen. Allerdings empfiehlt es sich, nur mit geeigneten Fahrzeugen die Piste zu benutzen. Unser Campervan war sicherlich nicht geeignet, deshalb haben wir es auch gar nicht versucht.

Bemerkenswert sind auch die Dünen entlang des Ninety Mile Beach. Wir wollten uns die Wanderdüne Te Paki ansehen. Von der Hauptstraße abgefahren fuhren wir allerdings einige Kilometer durch Wald und an grünen Feldern auf denen Schafe und Rinder weideten. Wie aus dem Nichts erschien plötzlich die riesige, offenbar bis zu 50 Meter hohe Düne. Krasser könnte der Gegensatz zwischen üppigem Grün und einer sandigen Wüstenlandschaft nicht sein.

Nach Kaitaia, wo wir noch Einkäufe besorgten und tankten, fuhren wir in Richtung Kauri Coast. Beim Anblick der bergigen Landschaft fiel uns spontan Heidi und der Ziegenpeter ein. Eine Landschaftlicher Kontrast jagte an diesem Tag den nächsten. Denn nach einer Talfahrt durchfahren wir einen Ort, der  mediteranes Feeling versprühte und auf dessen Gegenüber aus hügeligem Grün plötzlich wieder eine riesige Sanddüne hervorstach …

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.